Lernen & Arbeiten im WEB 3D

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„Lernen und Arbeiten im WEB 3D ist eine der größten Veränderungen seit Gutenberg“, eröffnete Hanno Tietgens seinen Vortrag bei dem MHMK MiniPOSIUM am Campus Hamburg. Er begeisterte damit die Studentinnen und Studenten mit den neuen Möglichkeiten des Internets, speziell dem WEB 3D.

Tietgens beschrieb die neuen Möglichkeiten der Interaktion im Internet in einer virtuellen Welt. Die Basis dieser virtuellen zweiten Welt bildet der Avatar, der als eine Art Stellvertreter sich in der 3D-Welt fortbewegt und so als Kommunikations- und Interaktions-Interface dient. Bis heute sind bereits 1,2 Mio. 3D-Avatare weltweit registriert.

Über diverse Websites kann Wissen mittlerweile von überall und zu jeder Zeit abgerufen werden. Durch Lernplattformen sollte dieses Wissen nun visuell und somit anschaulicher dargestellt und gleichzeitig auch von den Usern kommentiert werden. Ein Austausch in Echtzeit war das neue Prinzip der Entwicklung. Aus dieser Idee heraus entwickelte sich an der Universität Hamburg der „Campus HH 3D“, welcher seit 2007 dezentrale Vorlesungen in Echtzeit ermöglicht. Die Avatare der Zuhörer sitzen stellvertretend in einem 3D-Vorlesungsraum und sind in der Lage sich untereinander über das Wissen und Geschehen auszutauschen. Alles, was hierfür benötigt wird, ist eine Internetverbindung, bei der der Standpunkt nun völlig irrelevant ist. Dieses Modell der neuen Unterrichtsform wurde an der Berliner Universität für Studenten im Auslandssemester bereits eingerichtet und so an verschiedensten Standorten der Welt verwendet.

Von dieser neuen Technologie profitieren allerdings nicht nur wissenshungrige  Studenten. Das WEB 3D wird auch beispielsweise von Unternehmen bei Konferenzen verwendet. So wird die Hologram-Technik, die damals als Special Effect in „Star Wars“ vorkam, heute zur Realität.

Die Technik 3D-Modelle für eine bessere Datenvisualisierung verwendet. Medizinische Lehrgänge finden ebenfalls am WEB 3D Verwendung, um komplizierte Eingriffe risikofreier planen zu können.

Die Anwendungsbereiche sind so vielfältig wie bei keiner bisherigen Entwicklung und faszinieren Jung und Alt. Es lassen sich mit dieser Technik entscheidende Arbeitsabläufe optimieren und komplexe Zahlen und Daten visuell erfassen, wodurch Zeit, Kosten und Aufwände minimiert werden.
Auch wenn bis zur weltweiten Einführung noch viele Hürden zu überwinden sind, sind die ersten Schritte für einen Paradigmenwechsel im Lernen und Arbeiten mit dem Internet längst getan.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4lfRmNpGLmI&w=560&h=315]

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