Virtuelle Welten, Inszenierung und Machinima – eine Einführung

Virtuelle Welten, Inszenierung und Machinima – Eine Einführung

„Früher bei Space Invaders kamen kleine Raumschiffe auf dem Bildschirm angeflogen, heute werden sie quasi in meine Sicht der Umwelt integriert.“

Prof. Dr. Hebbel-Seeger von der MHMK Hamburg hat gleich zu Anfang seiner Einführung in die virtuellen Welten einen passenden Vergleich von unserer heutigen Sicht auf die noch nicht lange zurückliegende Computerspieleanfänge geworfen.

Digital Spaces war das Thema diese MiniPosiums zum Bitfilmfestival an der MHMK.

Das schon allein, weil virtuelle Welten so vielseitig zu nutzen sind. Ob man nun in seiner Freizeit in das neueste Computerspiel eintaucht, in dem man die Handlung selbst bestimmt wie bei den Sims, in virtuellen Welten lernt oder trainiert wie die Leute vom Katastrophenschutz oder aber Marketing und Konsumforschung betreibt, bleibt jedem selbst überlassen.

Denn das Tolle ist, dass man selbst entscheiden kann wie, wo und mit vielen anderen Menschen man in virtuellen Welten etwas machen möchte, ja dass man sich sogar seine eigene Welt kreieren kann.

Ein anderes zentrales Thema dieser Veranstaltung war Machinima, auch durch das Bitfilmfestival, dessen Preisverleihung einen Tag vor dem MiniPosium stattgefunden hat. Der Begriff Machinima setzt sich aus den Worten Machine und Cinema zusammen. Auch wenn es so eigentlich MachinEma heißen müsste, was aber durch einen simplen Schreibfehler, der von den Erfindern von Machinima immer mit der Erklärung, dass sie das Wort Animation noch einfügen wollten, entschuldigt wird.

Diese Filme, die durch Game-Engines in Echtzeit erstellt werden, haben meist ein Skript oder werden spontan live aufgezeichnet. Dabei zählt der „Freestyle-Gaming“ bzw. der „Creative-Gaming“-Gedanke, bei der Spiele neu interpretiert oder mit neuen Regeln ausgestattet werden, wodurch während des Spiels völlig neue Erlebnisse möglich werden.

Selbst der History Channel oder die BBC nutzen Machinima um virtuelle Schlachten in ihren Dokumentationen darzustellen.

Allerdings wies Prof. Dr. Hebbel-Seeger auch darauf hin, dass nach wie vor die Frage im Raum steht, wem die Rechte an den Filmen gehören, den Programmierern oder den Agents? Und was ist mit den Rechten Dritter, zum Beispiel wenn im Spiel Audiodateien verwendet werden? Diese Fragen sollten schnell geklärt werden, denn virtuelle Welten und Machinima werden eine große Rolle in unserer näheren Zukunft spielen.Der Dozent beim referieren

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