Einblicke in die Welt der Point-and-Click-Adventure Games

Im Rahmen des internationalen Bitfilmfestivals, welches dieses Jahr unter anderem am 19. April auf dem Campus der Hamburger Hochschule für Medien und Kommunikation stattfand, referierte Ulrich Wanitsche über die „Inszenierung digitaler Welten“.

Wanitsche ist Mitarbeiter der 2007 gegründeten Daedalic Entertainment GmbH, eines der bekanntesten  deutschen Unternehmen für Publishing und Entwicklung von Spielen für PC, mobile Geräte, soziale Netzwerke und Browser. Einige ihrer bekanntesten Werke sind „Edna bricht aus“, „The Whispered World“ und „A New Beginning“.
In seiner 25-minütigen Präsentation stellte er zu Anfang die Charaktere der wichtigsten Spiele des Daedalic Entertainment Unternehmens vor und betonte immer wieder den wichtigsten Bestandteil der Spiele, sich nicht zu sehr auf die Effekte zu stützen, sondern vordergründig interessante und fortlaufende Geschichten zu erzählen. Die Besonderheit dieser Art von Spielen, der Point-and-Click-Adventure Games, ist die Entscheidungsfähigkeit des Users, den Verlauf seiner Geschichte selbst bestimmen zu können und somit eine emotionale Bindung zu dem Charakter aufzubauen. Dieser nicht-lineare Handlungsstrang führt zu einer Fülle an Kombinationsmöglichkeiten und Personalisierung des gesamten Spieles. In dem Werk „Edna bricht aus“, das in einer Irrenanstalt stattfindet, ist es zum Beispiel möglich, bestimmte Gegenstände und Personen anzufassen, anzusprechen und zu benutzen, um möglichst wertvolle Tipps zu bekommen und im Handlungsverlauf voranzukommen.

Edna

Edna

Aufgrund dieser Schwerpunkte grenzt Wanitsche diese Spiele ganz klar von den meisten populären Computerspielen wie „Tomb Raider“ ab, die teilweise langandauernde Filmsequenzen beinhalten.
Neben der individuellen Gestaltung bieten die Spiele von Deadalic Entertainment den Vorteil der geringen Effektgestaltung, wodurch sie weniger Speicherkapazitäten einnehmen und aufgrund der niedrigeren Systemvoraussetzungen auch auf älteren Computermodellen gespielt werden können.
Wanitsche ging abschließend auf die Schwierigkeiten und Grenzen digitaler Spielewelten ein. Hier nannte er vordergründig Geld, Zeit, Technik, Kreativität und Moral als Faktoren  der Produktion.

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