“Das ist Magie! Das ist Zauberei!”

Der „Master of Games“ bei einem Symposium, das von animiertem Film handelt. Ok, das schafft Fragezeichen in den Köpfen der anwesenden. So begann der Referent Gunther Rehfeld, Professor für Games an der HAW, seinen Vortrag auch mit einem großen Fragezeichen auf der Folie und erhoffte sich Inspiration durch die vorherigen Themen. Es gelang ihm der Übergang von den bisher gehörten digitalen Welten, in welcher das Auditorium früher oder später leben wird, zu seinem Spezialgebiet.

Denn ein Symposium sei schließlich ein Zusammenkommen verschiedenster Menschen mit verschiedensten Fachgebieten, sodass ein wissenschaftlicher Austausch stattfinden kann. Von Nietzsche über Sherry Turkle bis hin zum Zombie-Game „The Walking Dead“ schaffte er langsam eine Veränderung in der Fragestellung jedes Einzelnen. Will man wirklich in einer Welt leben, in der das audivisuelle an Überhand gewinnt?

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Spielszenze aus “The Walking Dead”

Bereits in den 1970er Jahren warnten Anthroposophen vor der Macht des Films. Er besitzt zu viele Alphawellen, die den Menschen zu passiven, gesteuert durch das Wahrgenommene, Zombies machen und man durch die recht linearen Medien auf eine Art ruhig gestellt wird. Anhand einer Sequenz aus „The Walking Dead“ zeigt Rehfeld, wie sehr die zu Zombies gewordenen Menschen vom weißen Rauschen des Testbildschirms kontrolliert werden.

Für Rehfeld muss dies nicht unbedingt etwas negatives sein. So kann der Film in gewissen Mengen gut für den Konsumenten sein, denn das im Film wahrgenommene legt sich wie eine dünne Haut über einen, sodass es einen fesselt. „Das ist Magie! Das ist Zauberei!“ so Rehfeld. „Manchmal ist es schlauer, nach der richtigen Frage zu suchen, als die falsche Antwort zu haben.“ Es ist zwar wichtig, über die sooft erwähnten „Digital Spaces“ nachzudenken, aber sich auch manchmal ohne nachzudenken in ihnen zu verlieren.

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